Fitch sieht Schulden-Rollover als Ausfall
Der Euro erholte sich von seinem 3 Wochentief (erreicht in der vergangenen Woche) gegenüber dem US Dollar. Zunächst sah es so aus, als ob die Einheitswährung den Fall über das Tief bei 1,4074, erreicht am Donnerstag, forstsetzen würde, da die Veröffentlichung der Inflationsdaten der Eurozone dazu führte, dass das Paar am Montag tiefer eröffnete.
Risikostimmung war zu Beginn der Woche gedrückt und dies wog auf den riskanteren Anlagen und begünstigte die „Safe Haven“ Währungen, den Dollar und Schweizer Franken. Der Dollar war stark gefragt in der asiatischen und europäischen Session am Montag, nachdem ein Treffen der Finanzminister der Eurozone am Wochenende keine konkreten Vereinbarungen in Bezug auf die Lösung der Schuldenkrise Griechenlands brachte.
Globale Märkte waren sehr risikoscheu, vor allem nach die Erklärung im Abschluss an das Treffen, die daraufhin deutete, dass die nächste finanzielle Hilfe nicht vor Mitte Juli bereitgestellt wird. Dies verstärkte die Unsicherheit und schob eine Einigung bezüglich der finanziellen Hilfe für Griechenland weiter in die Ferne.
EFSF-Kapazität wird auf €780 Mrd. erhöht
Die Einheitswährung erhielt jedoch etwas Unterstützung am Montagnachmittag, nachdem Klaus Regling, Chef der „European Financial Stability Facility“ sagte, dass die Garantien der Bailout-Fonds von derzeit €440 Milliarden auf €780 Milliarden erhöht werden. Dies löste Kurz-Deckungen aus. Der EUR/USD erholte sich und schloss oberhalb von 1,4300 am Montag. Am Dienstagmorgen handelte das Paar sogar bei 1,4388, da Stopp-Verlust-Orders bei 1,4350 ausgelöst wurden und testet seine 20 Tage gleitenden Durchschnitt (SMA) bei 1,4378.
EU-Kommissar Rehn sagte, dass er ist zuversichtlich, dass die Beamten zu einer Einigung beim EU-Gipfel in dieser Woche kommen werden, bezüglich der Erhöhung der Fonds und die Gestaltung des ESM (European Stability Mechanism), der den aktuellen EFSF im Juli 2013 ablösen soll.
Die Entwicklungen in Griechenland blieben weiterhin im Rampenlicht am Dienstag, aber Händler scheinen der Regierung von Ministerpräsident Papandreou eine günstige Auslegung zweifelhafter Umstände zu geben, mit der Erwartung, dass die gegenwärtige Regierung im Amt bleibt. Das Ergebnis der Abstimmung wurde gestern Abend veröffentlicht. Der Euro erhielt eine Schub, aber Forex Analysten sind sich bewusst, dass dieser Schub begrenzt ist, da Griechenland noch wichtige Sparmaßnahmen in diesem Monat verabschieden muss.
Unterdessen versucht die “Troika” (EU, IWF und der EZB) einen Kompromiss zu finden, der es Griechenland erlaubt neue Gelder zu borgen und fälligen Schulden zu verlängern. Am Dienstagmorgen sagte die Rating-Agentur Fitch, dass sie eine Umschuldung sowohl auch eine Verlängerung der Laufzeiten aus Ausfall betrachtet. Die Auswirkungen der Bemerkungen von Fitch auf den Euro wurden jedoch abgeschwächt, nachdem Fitch sagte, dass es das souveräne Rating der Vereinigten Staaten überprüfen wird, sollte der Kongress die Schuldengrenze nicht bis 2. August erhöhen .
FOMC Entscheidung der Fed heute
Die Einheitswährung legte fast ein halbes Prozent in dieser Woche gegenüber dem Dollar zu. Zusätzlich zur Unsicherheit sind Forex Anleger vorsichtig Euro Kurz-Positionen zu halten, vor dem FOMC Zinsentscheid heute Abend. Analysten rechnen damit, dass die Fed das Ende von QE2 Ende Juni bestätigen wird. Eine dritte Runde der quantitativen Lockerung wird als sehr unwahrscheinlich angesehen. Trotzdem sind sich die Händler der Risiken bewusst, sollte die Fed weiterhin einen pessimistischen Ton anschlagen und keine Hinweise bezüglich eines Endes ihrer ultra lockeren Geldpolitik geben.
Der EUR/USD sollte voraussichtlich auf heftigen Widerstand in der Nähe des 55 Tage-SMA bei 1,4413 und bei den jüngsten Hochs bei 1,4452 und 1,4498 treffen. Das wöchentliche Szenario des RTFX TraderTipps für den EUR/USD prognostiziert eine Rallye auf über 1,4511, nach einem anfänglichen Fall, sofern 1,3869 hält.
Pessimistische Kommentare von BoE Mitglied Fisher wiegen auf dem Sterling
Der Sterling fiel gegenüber dem Euro und Schweizer Franken, aber stieg leicht gegenüber dem Dollar. Das GBP erholte sich auf 1,6254 am Dienstag, nach einem Fall auf 1,6109. Allerdings verlor der Sterling seine Gewinne gegenüber dem Dollar und vergrößerte seine Verluste gegenüber der Einheitswährung und dem Swissie, nachdem ein Mitglied der Bank von England einen pessimistischen Ton anschlug und vor weiteren quantitativen Lockerungsmaßnahmen in Großbritannien warnte.
MPC Mitglied Paul Fisher sprach von der Möglichkeit, dass weitere Lockerungsmaßnahmen notwendig sind, nachdem veröffentlichte Daten eher ein trübes Bild zeigten. Er fügte hinzu, dass die wirtschaftliche Erholung schwach bleibt und weitere Lockerungen könnten notwendig sein, sollten Deflationsrisiken auftreten.
Das Paar EUR/GBP wird derzeit vom 55 Tage und 20 Tage-SMA bei 0,8811 bzw. 0,8802 unterstützt. Das wöchentliche Szenario des RTFX TraderTipps prognostiziert, dass das Paar 0,8931 testen sollte, danach wird mit einem Fall auf 0,8758 oder 0,8674 gerechnet. Das Paar GBP/USD könnte erheblichen Widerstand im 1,6350-Bereich finden, Unterstützung sollte bei 1,6058 - 1,6026 liegen.
Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Feedback zu unserem Artikel. Senden Sie diese bitte direkt zu trading@rtfx.com.
RTFX Ltd. ist von der Malta Financial Services Authority lizenziert Investitionsdienstleistungsgeschäfte durchzuführen. Diese Informationen stellen weder ein Angebot oder eine Bewerbung dar und werden nur zu Informationszwecken gegeben. Diese Informationen gelten nicht als Beratung und sollten nicht als Grundlage für den Abschluss von Transaktionen oder Investitionsentscheidungen gelten. Alle in diesem Dokument geäußerten Meinungen sind Meinungen der RTFX Ltd. zum Zeitpunkt der Bereitstellung. Aus diesem Grund können diese ohne vorherige Mitteilung geändert werden. RTFX Ltd. ist der Auffassung, dass die hierin enthaltenden Informationen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt sind. RTFX Ltd. oder Direktoren, leitende Angestellte oder Mitarbeiter übernehmen jedoch keine Garantie für die Richtigkeit und übernehmen keine Haftung für Fehler oder Unterlassungen, einschließlich der Haftung gegenüber Dritten.



