Anleger konzentrieren sich auf die Pressekonferenz von Trichet am Donnerstag
Schwache US Lohn- und Gehaltslisten stellen die wirtschaftliche Erholung in Frage
Nach den gemachten Verluste am Freitag, stabilisierte sich der US-Dollar etwas in der asiatischen Session am Montag, da China unter andere Märkte geschlossen waren. Der US-Dollar verlor erheblich an Unterstützung nach der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten am Freitag.
Die viel erwarteten nicht landwirtschaftlichen Lohn-und Gehaltslisten setzen den Greenback stark unter Druck, nachdem die veröffentlichten Daten weit unter der Prognose lagen. Nicht, dass der Markt hohe Erwartungen hatte, denn insgesamt waren die Daten aus den USA in der letzten Woche generell schwach. Die schwächeren US-Daten und insbesondere der ADP „National Employment Report“, auch veröffentlicht in der letzten Woche, wiesen auf schwächere Lohn- und Gehaltslisten hin.
Der ADP „National Employment Report“ ist so strukturiert, dass er einen Hinweis auf die nationale Beschäftigung gibt. Obwohl die Vorhersage nicht perfekt ist, wog der Bericht auf den Erwartungen in Bezug auf die Lohn- und Gehaltslisten am Freitag.
Nicht landwirtschaftliche Lohn- und Gehaltslisten für den Monat Mai wurden mit schwachen 54‘000 veröffentlicht, im Vergleich zu 244‘000 im Vorjahr und erwarteten 165‘000 (Prognosen lagen im Bereich von 90-200‘000). Die Arbeitslosenquote stieg ebenfalls unerwartet von 9,0% auf 9,1% und im Vergleich zu prognostizierten 8,9%. Der US-Dollar fiel knapp 1 Prozent gegenüber dem Euro am vergangenen Freitag, wenn verglichen zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs.
Die Diskussion dreht sich jetzt darum, ob diese schwächeren US-Daten nur eine vorübergehende Schwächephase sind oder ob der gefürchtete „Double Dip“ in der wirtschaftliche Erholung einsetzt.
Daten aus der Eurozone und Trichet stehen im Rampenlicht, aufgrund des bevorstehenden EZB Treffen
Der Euro wurde weiter unterstützt, nachdem die sogenannten “Troika” (EU / IWF / EZB) bestätigte, dass sie die nächste vierteljährliche Beihilfe für Griechenland bereitstellen wird, wahrscheinlich im frühen Juli. Allerdings muss dies noch vom IWF Gremium und der Eurogruppe genehmigt werden. Die Kommentare von Trichet, im ersten Teil der Woche, brachten weitere Unterstützung für den Euro. Trichet blieb optimistische und er fügte hinzu, dass die EZB eine zweite Runde von Inflationsauswirkungen, ausgelöst durch die steigenden Rohstoffpreise, vermeiden muss.
In Bezug auf die Daten aus der Eurozone: der Sentix-Index (ein Maß für die Anlegerstimmung) für den Monat Juni fiel auf 3,5 von vorherigen 10.9; der Erzeugerpreisindex für den Monat April stieg leicht auf 0,9% von vorherigen 0,7% und Einzelhandelsumsätze der Eurozone zeigten Widerstandsfähigkeit und waren gut mit 1,1% auf jährlicher Basis gesehen.
Für den Monat sehen wir für das Paar EUR/USD den Widerstand bei 1.4901/1.5406 und die Unterstützung liegt bei 1.3931/1.3465.
BoE Zinsentscheid – Erwartungen sind, dass Zinsen unverändert bleiben
Am Donnerstag erwarten wir den EZB Zinsentscheid, aufgrund dessen, dass die griechische Situation scheinbar etwas besser unter Kontrolle ist (zumindest für kürzere Sicht) und dass es keine negativen Nachrichten um ersten Teil der Woche gab, sollte die Zinsdifferenzen weiter Unterstützung für die Einheitswährung bringen. Laut Prognosen wird keine Zinserhöhung in diesem Monat erwartet, aber diese Option ist weiter offen. Sollte Präsident Trichet die Zinsen nicht erhöhen, werden sich die Anleger auf die Pressekonferenz im Anschluss an den Zinsentscheid konzentrieren, um weitere Hinweise für die nächste Zinserhöhung zu identifizieren.
Des Weiteren erwarten wir auch den Zinsentscheid der BoE am Donnerstag, es wird erwartet, dass die Zinsen unverändert bleiben, da das optimistischste MPC-Mitglied Herr Sentance ersetzt worden ist und es scheint, dass die BoE vorerst mehr besorgt über das Wachstum ist, insbesondere folgend einem IWF-Bericht, der daraufhin deutete, dass britische Wirtschaft weitere Lockerungsmaßnahmen und Steuersenkungen benötigt, sollte das Wachstum für einen längeren Zeitraum schwach bleiben. Der Bericht bestätigte aber auch, dass die britische Erholung weitgehend auf Kurs geblieben ist.
Die jüngsten Daten aus Großbritannien waren in den meisten Fällen relativ flach, mit nur wenigen Ausnahmen. In der letzten Woche dämpften die pessimistischen Kommentare von einem britischen Entscheidungsträger die Begeisterung über einen positiven EMI im Bausektor. Die Kommentare wiesen daraufhin, dass die die BoE die Leitzinsen für einige Zeit unverändert belassen wird.
Für den Monat sehen wir für das Paar EUR/GBP den Widerstand bei 0.8993/0.9233 und Unterstützung bei 0.8561/0.8370.
RBA belässt Zinsen bei 4,75%
Am vergangenen Dienstag beließ die RBA die Zinsen unverändert bei 4,75%, wie allgemein erwartet wurde. Die bemerkenswerteste Veränderung war jedoch der pessimistischere Ton in den folgenden Kommentaren. Trotzdessen erwarten Analysten immer noch eine Zinserhöhung in den kommenden Monaten. Der Aussie fiel nach der Zinsentscheidung und den begleitenden Kommentaren.
Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Feedback zu unserem Artikel. Senden Sie diese bitte direkt zu trading@rtfx.com.
RTFX Ltd. ist von der Malta Financial Services Authority lizenziert Investitionsdienstleistungsgeschäfte durchzuführen. Diese Informationen stellen weder ein Angebot oder eine Bewerbung dar und werden nur zu Informationszwecken gegeben. Diese Informationen gelten nicht als Beratung und sollten nicht als Grundlage für den Abschluss von Transaktionen oder Investitionsentscheidungen gelten. Alle in diesem Dokument geäußerten Meinungen sind Meinungen der RTFX Ltd. zum Zeitpunkt der Bereitstellung. Aus diesem Grund können diese ohne vorherige Mitteilung geändert werden. RTFX Ltd. ist der Auffassung, dass die hierin enthaltenden Informationen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt sind. RTFX Ltd. oder Direktoren, leitende Angestellte oder Mitarbeiter übernehmen jedoch keine Garantie für die Richtigkeit und übernehmen keine Haftung für Fehler oder Unterlassungen, einschließlich der Haftung gegenüber Dritten.



