Geldverdienen an der Börse – so funktioniert es

Magnetisch werden viele Menschen von der Börse angezogen. Kein Wunder, hier verspricht man sich, schnell und ohne größeren Aufwand, Geld zu verdienen. Manchen ist es tatsächlich gelungen, bereits im ersten Börsenjahr Millionär zu werden.

Die Börse bietet enorme Chancen, sich finanziell unabhängig zu machen. Wie in jedem Beruf, macht Übung den Meister.

Viele Binäre Onlinebroker bieten ein Demoaccount an, wo sich der ungeübte Trader mit der Materie ein bisschen bekannt machen kann. Anfänger bekommen auf diese Weise ein Gespür für den Handel an der Börse. Will man dauerhaft an der Börse erfolgreich sein, sollten die eigenen Wertevorstellungen genau geprüft werden. Aktien die gegen die Wertevorstellungen sprechen, lieber nicht kaufen.

Wo soll ich investieren?

Diese Frage wird fast jeder Mensch anders beantworten. Grundsätzlich gilt, investiere dort, wo es dich hinzieht: Forex, Binäre Optionen, CFDs wären hier Optionen. Bleib dir dabei aber selbst treu. Entwickle ein Gefühl und eine gewisse Beziehung zur Firma in die du investieren möchtest oder in derren Produkte. Ein Landwirt zum Beispiel kann sich wesentlich einfacher in den Handel mit Getreide oder Bohnen hinein fühlen, als wahrscheinlich ein Goldschmied. Dieser investiert wohl in Gold. Der Goldpreis ist aber nicht nur für die Schmuckbranche interessant. In Konflikt mit seinen Wertevorstellungen wird so schnell auch niemand kommen, wenn er in Gold investieren möchte.

Beliebt ist, gerade auch für Neulinge an der Börse, der Forexhandel. Diverse Signalgeber ersparen das stundenlange Analysieren der Währungscharts. Allerdings sind nicht alle Anbieter gleich gut. Der Erfolg des Traders hängt aber von guten Signalen unmittelbar ab. Am besten ist es daher, sich selbst nach und nach in die Geheimnisse des Börsenhandels einzulesen und sich ein umfassendes Wissen anzueignen.

Emotionen und psychische Faktoren

Die größten Feinde eines Traders sind meist seine eigenen Emotionen. Angst und Gier spielen hierbei eine Schlüsselrolle. Häufig werden Trades aus Angst zu spät gesetzt oder aus Gier zu früh wieder geschlossen. Der richtige Zeitpunkt entscheidet über Gewinn und Verlust. Üben Sie sich daher in Geduld und Gelassenheit. Viele erfolgreiche Trader erklären, dass das Trading an der Börse schnell den wahren Charakter zum Vorschein bringt. Vielleicht lässt sich der Charakter neu formen oder die Gefühle besser unter Kontrolle zu halten?

Mentaltrainig kann sehr hilfreich sein. Entspannungsmusik und Meditationen machen den Geist gelassener und lebendiger. Gehirntrainig ist sicherlich auch sehr nützlich.

Moneymanagement ist ein äußerst wichtiges Thema, mit dem sich jeder Neuling an der Börse auseinander setzen sollte. Es gibt dazu gute Lektüre, die Laien genau so inspirieren als auch Fortgeschrittene an der Wall Street. Menschen die sich mit dem Gedanken befassen, ein guter und erfolgreicher Trader an der Börse zu werden, haben zudem die Möglichkeit, sich die zahlreichen Webinare, die meist sogar kostenlos angeboten werden, anzusehen.

Börsenhändler, die ihre Gefühle im Griff haben, konzentriert arbeiten, dabei das Moneymanegement genauestens beachten, haben gute Aussichten auf Erfolg und folglich ein nettes Einkommen.

Nachrichten und aktuelle Vorgänge in der Wirtschaft beachten

Neben einem guten Umgang mit dem eingesetzten Geld ist es unabdingbar, informiert zu sein. Nachrichtendienste regelmäßig in Anspruch zu nehmen, gehört einfach dazu. Ohne Kenntnis was sich auf dem Markt tut oder wie es in der Wirtschaft aussieht, wird eine Strategie nur schwer zu entwickeln sein.

Viele Börsenhändler analysieren die Charts, ohne großartig darauf Rücksicht zu nehmen, was auf dem Markt so passiert. Diese technische Analyse funktioniert durchaus, wie man immer wieder lesen und hören kann. Bei einem unsicheren Markt und erst recht, bei höheren Investiotionen sollte man sich unbedingt nähere Informationen einholen. Fragen wie, was macht die Firma, was verkauft sie oder was bietet sie an, wie hoch ist der derzeitige Umsatz, wieviel Wachstum ist zu erwarten und so weiter, sind nur einige Fragen, die man sich beantworten sollte, bevor investiert wird.

Es empfiehlt sich, einige Börsenbriefe zu abonieren. Zusätzlich sollte weitere Recherche getätigt werden, damit irgendwann der Anfänger ein Börsenprofi wird. Wie gesagt, Übung macht den Meister – und Wissen auch.

Die Risikowarnungen sprechen ganz klar davon, dass das Traden nicht für jeden geeignet ist und der Handel an der Börse ein hohes Risiko birgt, welches bei Verlusten den Totalverlust der Einlagen nach sich ziehen kann.

Weg in die Finanzkrise 2008

1999: Niedrigzinspolitik in den USA, Überangebot an billigem Geld, Kredite für Eigenheime und Eigentumswohnungen auch an Kleinstverdiener, zu erwartende Wertsteigerung der Immobilien lässt Risiko zunächst gering erscheinen. Weiteres Risiko, Zinssteigerungen, lässt man ebenfalls vollkommen außer Acht. Anders als in Deutschland nur sehr kurzfristige Zinsfestschreibungen. 2000: Die amerikanischen Banken kreieren ein Konzept, um ihr Risiko an den Immobilienkrediten minimieren zu können: Sie bündeln sie zu gemischten Fonds und verkaufen die Anteile daran. Schützenhilfe leisten Ratingagenturen, die den Paketen sehr gute Zeugnisse ausstellen.

Dank der hohen Rendite findet das Angebot reißenden Absatz, auch bei Banken, Versicherungen und Investmentfonds in Europa, die die Pakete auch an Privatkunden weiterverkaufen. 2004: Die US-Notenbank (Federal Reserve) erhöht wegen der Inflationsgefahr ab Juni 2004 kontinuierlich die Leitzinsen. Damit aber setzt sie eine Kettenreaktion in Gang: Wegen der variablen Zinssätze steigen die Hypothekenzinsen unmittelbar mit. Quasi über Nacht sind viele Immobilienkäufer mit einer Zinsbelastung konfrontiert, die sie nicht mehr bezahlen können. Selbst Gutverdiener sind betroffen, die in Zeiten des Booms den vermeintlichen Wertgewinn ihrer Häuser für neue Kredite verpfändet haben. Es kommt zu einem dramatischen Anstieg der Zwangsversteigerungen und damit zu einem eklatanten Verfall des Marktwertes der Immobilien. Der Immobilienmarkt befindet sich bereits im Abschwung und bricht nun angesichts des Überangebotes völlig zusammen. 2007: Die Zahl der „Not leidenden Kredite“ steigt rasant an, Banken, Versicherungen und Investmentfonds sind gezwungen, hohe Verluste abzuschreiben.

Dutzende Baufinanzierer gehen in Konkurs. Mit dem Zusammenbruch der britischen Großbank Northern Rock schwappt die Welle nach Europa. In Deutschland gerät die Mittelstandsbank IKB in Schieflage. Binnen weniger Monate sind eine ganze Reihe bedeutender Banken betroffen: Bear Stearns, Lehman Brothers, und die Hypothekenbanken Fanny Mae und Freddie Mac. Inzwischen ist allen Beteiligten bewusst, wie riskant die Papiere sind, die sie erworben und mit denen sie gehandelt haben. Die Folge: Keine Bank traut mehr der anderen, selbst Tageskredite werden plötzlich verweigert. Die Notenbanken versuchen mit Milliardensummen den Geldkreislauf in Gang zu halten. Mai 2008: Spektakuläre Aufkäufe der Not leidenden Banken beruhigen die Finanzwelt nur für kurze Zeit. JP Morgan übernimmt Bear Stearns und Teile der Washington Mutual für einen symbolischen Preis. Die Bank of America kassiert Merrill Lynch. In Deutschland fällt z.B. die SachsenLB an die LBBW. Die Regierungen müssen in allen Fällen für viele Milliarden bürgen, damit die Geschäfte zustande kommen. Das unkalkulierbare Risiko ist damit jedoch noch nicht ausgeräumt. August 2008: Die Angst vor den unkalkulierbaren Risiken erfasst die Finanzmärkte weltweit. Ein Crash reiht sich an den anderen. Tagesverluste von mehr als fünf Prozent sind keine Ausnahme mehr. Der massive Wertverlust an den Börsen bringt auch bis dahin gesund erscheinende Banken in akute Finanznot. Die US-Regierung bringt ein Rettungspaket von 700 Mrd. Dollar auf den Weg, in Großbritannien sind es rund 300 Mrd. Pfund, in Deutschland rund 500 Mrd. Euro usw. Das Geld soll bereitgestellt werden, um „faule“ Kredite aufzukaufen und die lähmende Angst auf dem internationalen Finanzmarkt zu bannen. Die Europäer ziehen mit eigenen Initiativen nach: Berlin gibt eine Garantie für Spareinlagen, London beginnt Banken zu verstaatlichen usw. Auf einem EU-Gipfel werden die verschiedensten Maßnahmen beraten, um die Situation zu stabilisieren.